Wie weiter im Klinikum Hildburghausen?
Die Zukunft des Gesundheitsstandortes Hildburghausen stand im Mittelpunkt eines Gesprächs, welches Vertreter des Wahlkreisbüros des Abgeordneten Ronald Hande und der Hildburghäuser LINKEN kürzlich mit Mitgliedern des Betriebsrats der Henneberg- Kliniken- Betriebsgesellschaft mbH führten. Nach Ansicht der Betriebsratsvorsitzenden Constanze Langhammer und des stellvertretenden Betriebsratsvorsitzenden Rene Spörl hätte die Hildburghäuser Klinik grundsätzlich gute Bestandschancen.
Die Belegschaft sei hoch motiviert, es gebe im noch bestehenden Gesamtverbund und auch am Standort Hildburghausen derzeit keine nennenswerte Personalfluktuation.
Aus Sicht der Arbeitnehmervertretung ist die Zukunft des Klinikverbundes völlig offen. Eine Übernahme durch die öffentliche Hand im Landkreis wäre für sie aber begrüßenswert, weshalb man hier auch ein klares öffentliches Signal des Landkreises, wie in den anderen am bisherigen Konzern beteiligten Landkreisen erwarte.
Außerdem verbindet sich damit auch die Hoffnung, dass, sollte der Landkreis der mögliche zukünftige Träger sein, dieser dem Kommunalen Arbeitgeberverband beitritt.
Denn ein Problem für die Betriebsräte ist die unterschiedliche Entlohnung der Beschäftigten innerhalb des Hauses. Während das Pflegepersonal in Hildburghausen vollumfänglich nach TVöD bezahlt wird, werden die anderen Beschäftigte nur in Anlehnung an den TvöD entlohnt. Das führt zu Ungerechtigkeiten, welche künftig ausgeschlossen werden sollten, um die Motivation der Beschäftigten positiv zu befördern.
Einig waren sich die Teilnehmer des Gesprächs, das ein funktionierender Krankenhausbetrieb als Teil der Grundversorgung der Bewohner des Landkreises nur mit einem hoch motivierten und in ausreichender Zahl vorhandenen Personal aufrecht zu erhalten sei. Deshalb sei Wertschätzung der Beschäftigten umso wichtiger.
LINKE- Kreisrätin Sabine Günther versicherte, das für ihre Fraktion die Bedürfnisse der Beschäftigten und der Patienten im Landkreis oberste Priorität bei der Begleitung des weiteren Entwicklungsprozesses der Gesundheitseinrichtungen im Landkreis besäßen. Man werde im Kreistag entsprechend agieren, um sowohl die medizinische Grundversorgung der Einwohner als auch die Arbeitsverhältnisse der Beschäftigten sichern zu helfen.
Man werde zudem über den Landtagsabgeordneten Ronald Hande gegenüber dem Sozialministerium noch einmal auf die Notwendigkeit der beabsichtigten Umbaumaßnahmen in Bereich der Notaufnahme hinweisen.


