Verdienter Sportler zu Gast
Seit 1955 ist Rolf Trier dem Sport verbunden. So feierte der in Göschwitz Geborene in der Südthüringer Leichtathletik, welcher er seit 1958 die Treue hielt, als Jugendlicher selbst Erfolge.
Nachdem ihn eine Verletzung nicht mehr an gewohnte Leistungen anknüpfen ließ, warf er nicht die Flinte ins Korn, sondern wurde ab 1960 Kampfrichter. 1963 schloss er ein Studium ab und absolvierte anschließend noch eine Ausbildung bis zur Erlangung der höchsten Kampfrichterstufe. 1963 erfolgte auch sein erster Einsatz im Spitzensport: in Jena fand der Ausscheid zur Bildung einer gemeinsamen Olympiamannschaft aus DDR- BRD- Athlet:innen statt. In der Folgezeit war Rolf Trier unermüdlich als Kampfrichter unterwegs, absolvierte unzählige Wettkämpfe sowie Turn- und Sportfeste der DDR. Internationale Wettkämpfe imJuniorenbereich führten ihn auch nach Leningrad, wo er als Kampfrichter beim Gehen fungierte.
Über den Sport lernte er auch seine Frau Marion kennen. 1973 heirateten beide.
Nach der politischen Wende war Rolf Trier nun auch bundesweit im Einsatz, insbesondere in Fulda, Coburg und Rodach. So kümmerte er sich auch um die Kampfrichterausbildung und war unter anderem Mitbegründer des Werra- Rennsteig- Cups.
Nun wurde der 84- jährige für seine unermüdliche ehrenamtliche Arbeit von Bundespräsident Frank- Walter Steinmeier mit der Verdienstmedaille zum Verdienstorden der Bundesrepublik geehrt. Aus den Händen des Thüringer Ministerpräsidenten Bodo Ramelow nahm er die hohe Auszeichnung in Erfurt entgegen. Den Antrag hatte sein Enkel gestellt, welcher ebenfalls bereits Kampfrichter war.
Die Leistungen von Rolf Trier waren Grund genug für uns, ihn zu einem zünftigen Frühstück in das gemeinsame Büro des Landtagsabgeordneten Ronald Hande und der Hildburghäuser LINKEN einzuladen. Hier schilderte der Ausgezeichnete noch einmal seinen sportlichen Werdegang, wusste spannende Zusammenhänge über die Entwicklung des Massen- und Spitzensports zu berichten.
Wir gratulieren unserem (Sport)Freund Rolf noch einmal ganz herzlich. Diese Auszeichnung ist hoch verdient.
Foto: Mathias Günther



