Kritik an heutiger PK – Symbolik ohne konkrete Aussagen
Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Fraktion Die Linke im Thüringer Landtag, erklärt zur heutigen Pressekonferenz im Erfurter Rathaus zur Causa Zalando: „Nach den getroffenen Aussagen auf dieser Pressekonferenz ist klar: die Beschäftigten bei Zalando werden im Stich gelassen. Daran ändern auch die Worte des Konzerns nichts. Es ist eine existenzielle Situation, die Beschäftigten brauchen keine vagen Versprechen, sondern klare Unterstützung, einen Sozialplan und eine Transfergesellschaft und kein Trostpflaster mit dem Verweis auf mögliche andere Arbeitsplätze. Die Vermittlung in andere Jobs allein ist zu wenig, damit kommt Zalando zu günstig davon und klaut letztlich sogar den Beschäftigten noch die Abfindung. Die Landesregierung darf nicht ohnmächtig verharren nach dieser unehrlichen Überrumplungsaktion eines Milliardenkonzerns, der vor keiner existenziellen Bedrohung steht, sondern maximale Profite erwirtschaftet.“
Schaft kritisiert weiter: "Dass offenbar weder ver.di noch der Betriebsrat bei dem heutigen Gespräch eingeladen waren, ist ein fatales Signal und offenbart die Worte, dass es vor allem um die Beschäftigten gehe, als leere Worthülsen. Die Mitbestimmungsrechte der Beschäftigten werden so mit Füßen getreten."
Laut dem Abgeordneten bleibt die Landesregierung weiterhin Aussagen und Forderungen gegenüber Zalando schuldig. Es stelle sich die Frage, was Zalando tun wird, um Thüringen etwas zurückzugeben. Schließlich hätten die Thüringerinnen und Thüringer mit ihren Steuergeldern die Ansiedlung mitfinanziert. Das Land dürfe nicht wie heute nur enttäuscht daneben sitzen und Betroffenheit zeigen. Dass Beschäftigte außen vor gelassen und um ihre Mitbestimmung gebracht werden, offenbare, dass die Landesregierung sie anscheinend nicht aktiv mitdenkt.

