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Frauenrechte: Nicht nur Blumen und nicht nur am Frauentag!

Mathias Günther

Am heutigen Internationalen Frauentag waren die MitarbeiterInnen des Abgeordneten Ronald Hande und weitere GenossInnen der LINKEN wieder unterwegs. Unter anderem verteilten sie Blumen als Zeichen des Respekts und der Anerkennung an Frauen. Gleichzeitig nutzten sie die sich ergebenden Gesprächsmöglichkeiten zur Aufklärung über die gleichstellungspolitischen Ziele der Thüringer LINKEN.

Während Ilona Schaft und andere Mitglieder der LINKEN vor einem Einkaufsmarkt und der „Villa K.“ in Schmalkalden anzutreffen waren, gratulierten Elke Gaasenbeek und Mathias Günther vor Hildburghäuser Kliniken berufstätigen Frauen und Patientinnen.

„Es geht uns am 8. März nicht nur um eine nette Geste. Der 8. März ist vielmehr Symbol für einen fortwährenden, an jedem Tag zu führenden Kampf um Gleichberechtigung“, so Ronald Hande.

Die Idee des Internationalen Frauentags geht auf Initiativen aus den USA und der deutschen Sozialistin und Frauenrechtlerin Clara Zetkin zurück. Zetkin schlug 1910 auf der zweiten sozialistischen Frauenkonferenz die Einführung eines solchen Frauentags vor. 1921 beschloss die zweite Internationale Konferenz kommunistischer Frauen in Erinnerung an die 1917 im russischen Petrograd die Februarrevolution mit auslösenden Frauenproteste, den 8. März als Gedenktag einzuführen.

Ging es vor dem I. Weltkrieg vor allem um die Erlangung des freien allgemeinen Wahlrechts für Frauen, wurden später auch der Kampf um Frieden und die Gleichberechtigung auf vielen anderen Gebieten thematisiert.

„Wie bereits am Equal care day rücken wir auch zum Internationalen Frauentag die immer noch vorhandene Ungleichbehandlung der Geschlechter in den Mittelpunkt“, so Ronald Hande weiter.

Denn laut Hans- Böckler- Stiftung sind nur 11 Prozent aller Vorstandsposten der 160 größten deutschen börsennotierten Unternehmen mit Frauen besetzt. In Aufsichtsräten liegt der Anteil bei 32 Prozent. Der Anteil weiblicher Gründer*innen stagnierte jahrelang bei unter 20 Prozent, seit der Covid-Pandemie ist der Anteil von Frauen an Einzelgründungen sogar noch gesunken. Laut statistischem Bundesamt verdienen Frauen 18 Prozent weniger Lohn als Männer und erzielen ein halb so hohes Lebenseinkommen. Deutschlandweit gehen dreimal soviel Frauen wie Männer einer Teilzeitbeschäftigung nach.

Auch die politische Vertretung der Geschlechter ist nicht ausgeglichen: lediglich 35,1 Prozent der Bundestagsabgeordneten sind Frauen.

Auf eine besondere Brisanz weist das Bundeskriminalamt hin: Mehr als jeden dritten Tag tötet ein Mann in Deutschland seine Partnerin oder Ex-Partnerin. Alle vier Minuten wird ein Mann seiner Partnerin gegenüber gewalttätig.

Aus diesen Gründen nehmen gleichstellungspolitische Ziele auch im Entwurf des Regierungsprogramms „Unser Thüringen: Menschlich. Stark. Gerecht“ der Thüringer LINKEN für die Landtagswahlen am 01.September 2024 einen breiten Raum ein. Das Programm wird am 16. und 17.März 2024 in Ilmenau beschlossen.


 

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