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Lesung zum Gedenken an die Bücherverbrennung

07. Mai 2018
red_falkoneubert Thüringer Landtag

Im Mai 1933 fanden an vielen Orten im damaligen Nazi-Deutschland öffentliche Bücherverbrennung statt. Teilweise mussten die Schriftsteller mit ansehen, wie ihre Werke in den Flammen vernichtet wurden.

 

Um daran zu erinnern, habe ich gemeinsam mit weiteren Bundes- und Landtagsabgeordneten zu einer öffentlichen Lesung in das Erfurter Angermuseum eingeladen. Die Vielzahl der Besucher aus allen Altersgruppen zeigte, wie wichtig freie Meinungsäußerung auch heute noch ist. Gerade die Literatur einer Gesellschaft ist dabei ein Gradmesser für ihre Toleranz und Weltoffenheit.

 

Für diesen Abend habe ich mit ein Werk von Kurt Tucholsky ausgesucht: Der Zeitsparer. Es stammt aus dem Jahr 1914 und Tucholsky wagt darin einen Blick in die Zukunft (aus seiner Sicht, nämlich das Jahr 1926) wo die Wissenschaft eine Maschine erfunden haben wird, um Zeit zu sparen. In der Folge dessen wird diese Zeit dann zu Markte getragen und wie alles auf der Welt zur Ware. Die Reichen können sich Lebenszeit erkaufen, die Armen verlieren sie.

Wie andere Texte von Tucholsky später auch, ist seine Kritik nicht nur eine Aussage, sondern regt gleich vielfach zum Nachdenken an. Ich kann es nur empfehlen.