Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Die Regiopole – die kleine Schwester der Metropole

Anfang der Woche besuchte Ronald Hande (MdL) die Hansestadt Rostock und traf dort mit Vertretern und Partnern der Regiopolregion Rostock zusammen. Rostock hat sich zusammen mit dem Landkreis als erste Region in Deutschland unter dem Dach der Regiopolregion zusammengeschlossen und damit eine Art „Metropolregion light“ ins Leben gerufen. Dieses Vorhaben ließ sich Herr Hande in der Geschäftsstelle des Modellprojekts von Frau Bartels (Geschäftsstelle), Frau Wiechmann und Frau Klein vom Regionalen Planungsverband, Frau Temps (IHK) und dem stellv. Bürgermeister von Ribnitz-Damgarten, Herrn Körner, vorstellen.

Das Konzept der Regiopolregion will die bereits existierenden Stadt-Umland-Beziehungen, unabhängig von administrativen Grenzen, aufnehmen und ausbauen und damit die Lebenswirklichkeit ihrer Bewohner widerspiegeln. Ziel ist es, die Innenkonkurrenz zwischen den Kommunen herauszunehmen und die Vorteile einer interkommunalen Zusammenarbeit für die Region als Ganzes herauszustellen. Grundvoraussetzung sei aber, so Herr Körner, dass sich die kommunalen Vertreter den Dingen, die um einen herum passieren, öffnen. Die Geschäftsstelle der Regiopolregion bietet als Schnittstelle hierzu für die verschiedenen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Akteure einen neutralen Boden. Sie macht dabei Schubladen auf und stößt Dinge an. Am besten hätte dies am Anfang, so Frau Bartels, über den Kulturbereich funktioniert. So richteten die Partnerstädte der Region dieses Jahr zum dritten Mal ein gemeinsames Kunst- und Kulturfestival aus. Auch ein Tag der Regionen, auf dem regionale Produkte vorgestellt werden, wird gemeinsam organisiert. Auf wirtschaftlichem Gebiet läuft derzeit eine Befragung der örtlichen Unternehmen, aus der eine Standortanalyse und Gewerbemonitor erstellt werden soll.

Im Grunde geht es der Initiative um die Bündelung von Kräften und Aufgaben. Perspektivisch könnte sich daraus eine gemeinsame Gewerbeflächenvermarktung, eine abgestimmte Entwicklung des Regionalplans und eine gemeinsame Tourismus- und Marketingkonzeption für die gesamte Region ergeben, die dann auch von allen Beteiligten gemeinsam finanziell getragen wird.

Das Konzept der Regiopolregion scheint auch gut auf Thüringen übertragbar zu sein, da es womöglich die Lebenswirklichkeit der Menschen besser abzubilden vermag als eine Metropolregion Mitteldeutschland. So hat sich die Stadt Erfurt bereits im März dieses Jahres dem deutschen Regiopole-Netzwerk angeschlossen. Auch im Harz gibt es Bestrebungen, eine Regiopolregion mit mehreren Städten, unter anderem mit Nordhausen, zu entwickeln. Ähnliches ist auch in Südthüringen um Suhl herum denkbar. Herr Hande konnte jedenfalls zahlreiche Erfahrungen aus den Gesprächen in Rostock mitnehmen und wird versuchen das Thema Regiopolregion in Thüringen bekannter zu machen.


Falko Neubert