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25. September 201710:50

Drei Kreuze in Benshausen

Gestern fand in Benshausen nicht nur die Bundestagswahl sondern auch ein Bürgerentscheid zur Zukunft der Gemeinde statt. Soweit ich informiert bin, waren wir damit der einzige Ort Thüringens, wo drei Kreuze gemacht werden durften. Ich möchte allen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern für ihre Arbeit danken!! Das ist nicht selbstverständlich, denn der ganze Sonntag (inklusive des Abends) wurde für die Abstimmungen benötigt.

 

In Benshausen ging es neben der Neubesetzung des Bundestages um die Frage, ob sich die Gemeinde an die Nachbarstadt Zella-Mehlis angliedern soll. Mit einer klaren Mehrheit von 1141 Ja-Stimmen (ca. 74 Prozent) gegenüber 393 Nein-Stimmen bekundeten die Benshäuser und Ebertshäuser ihre Meinung. Diese ist nun für den Gemeinderat, die Verwaltung und mich als Bürgermeister bindend.

Zunächst erstmal meinen Dank an alle Bürger die zur Wahl/Abstimmung gegangen sind. Nach letzten Infos lag die Wahl-/Abstimmungsbeteiligung bei fast 77 Prozent. Das ist im Vergleich zu anderen Abstimmungen recht viel und zeigt, wie wichtig diese Frage ist.

Einer zügigen Umsetzung des Bürgerwillens steht meiner Meinung nach nun nichts mehr im Weg. Je nachdem wie schnell die Verträge ausgearbeitet sind und wie schnell das Innenministerium in Erfurt arbeitet, könnte eine Angliederung an Zella-Mehlis vielleicht sogar schon zum Jahreswechsel möglich sein.

Unabhängig davon, ob man den Ausgang des Bürgerentscheides nun befürwortet oder nicht, ist die Tatsache dass verbindlich abgestimmt werden konnte eine tolle Sache! Und nebenbei gesagt, waren es vorrangig die Linken in der Thüringer Landesregierung die diese Möglichkeit überhaupt erst geschaffen haben.

 

Das führt mich zur zweiten Besonderheit des (Wahl-)Abends. Das Abschneiden der Parteien zur Bundestagswahl. Gemäß ARD und ZDF hat es eine Partei in besonderer Weise geschafft, den Unwillen und Protest der Menschen für sich auszunutzen. Darüber zu klagen bringt nix! Den Wählerinnen und Wählern ihr Abstimmungsverhalten direkt oder indirekt zum Vorwurf zu machen bringt noch viel weniger. Ganz im Gegenteil: Offensichtlich hat nicht der Wähler etwas falsch gemacht sondern die Politik. Auch Benshausen macht da bei den Wahlergebnissen keine Ausnahme, und liegt dabei klar im Thüringer Durchschnitt.

Meine einzige Bitte ist es, dass jeder „Protest- oder Wutwähler“ die Arbeit der gewählten Parteien in den nächsten vier Jahren im Bundestag ganz genau beobachtet. Wer das unterirdische Verhalten, Beleidigungen, Provokationen und Blockade der täglichen Arbeit dieser angeblichen Alternative im Landtag mal selbst beobachten möchte, den lade ich herzlich dazu ein, das live zu sehen und sich sein eigenes Bild darüber zu machen, was da in Wirklichkeit gewählt wurde.

 

Ich wünsche uns für die Zukunft in Benshausen, Thüringen, Deutschland und Europa viel Kraft – wir werden sie alle brauchen.

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10. Mai 201710:39

Einwohnerversammlung in Benshausen

Wenn in Benshausen Einwohnerversammlung ist, dann füllt sich die örtliche Turnhalle schnell. Das zeigte sich gestern wieder zur Einwohnerversammlung zum Thema Gebietsreform. Wie hoch das Interesse der Bürgerinnen und Bürger tatsächlich war, ahnten die Mitglieder des Gemeinderates jedoch nicht. Vor etwa 200 Anwesenden gab ich einen stark gekürzten Überblick über die Antworten der Städte Suhl und Zella-Mehlis auf den von der Gemeinde Benshausen erarbeiteten Kriterienkatalog zu einem Eingemeindungsvertrag. Darin sind die wichtigsten Punkte aufgeführt, die aus Sicht unseres Ortes für die Zukunft geregelt werden sollten. Alle Unterlagen werden auch auf der Internetseite der Gemeinde (www.benshausen.de) veröffentlicht.

 

Bei den Fragerunden zwischen den einzelnen Themenblöcken der Präsentation sowie im anschließenden Frage- und Antwortteil zeigten sich auch viele allgemeine Vorbehalte gegenüber einer Gebietsreform. So spürte man in einigen Wortmeldungen tatsächliche Angst vor einer Veränderung.

Darauf einzugehen ist schwer, denn ein Gefühl ist meist stärker als die Argumente die es widerlegen könnten. Auch Benshausen wird künftig weiterhin existieren, denn Straßen und Gebäude werden mit der Gebietsreform nicht abgerissen, Vereine werden nicht aufgelöst, die Ansprechpartner im Ort bleiben, die Entwicklung der Gemeinde im Rahmen der einzelnen genannten Maßnahmen geht weiter und wir werden mit einer großen Stadt an unserer Seite stärker als bisher.

Dabei gibt es natürlich Unterschiede bei der Frage, ob wir mit Suhl oder Zella-Mehlis in eine gemeinsame Zukunft gehen wollen. Um dazu im Gemeinderat eine solide Entscheidung treffen zu können, brauchen wir die Rückmeldung von den Menschen.

 

Eine Totalverweigerung hilft Benshausen aber nicht!

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27. April 201712:17

Gebietsreform ohne Ende: Benshausen und Südthüringen

 

Beim Thema Gebietsreform ist kein Ende in Sicht. Im Gegenteil, jetzt beginnt so langsam der konkrete Teil. Während die Städte und Gemeinden sich in den letzten Wochen bzw. Monaten schon mehr oder weniger über ihren Weg verständigt haben, erweitert sich die Debatte nun um die Landkreise.

Für Benshausen ist der Weg zwar nicht eindeutig aber klar. Klar deshalb, weil sich in der Vergangenheit ein Zusammengehen unserer Lichtenau-Gemeinde mit den Nachbar-Dörfern Viernau, Schwarza u.a. als nicht möglich (da zum Beispiel in Viernau nicht gewünscht) erwiesen hat. Somit bleibt nur noch die Eingemeindung in eine der beiden Nachbarstädte. Das ist dann der nicht eindeutige Teil, denn es ist noch offen, ob die Gemeinde Benshausen mit Suhl oder Zella-Mehlis eine Ehe eingehen wird.

Dazu soll in der Einwohnerversammlung am 9.Mai mehr Klarheit geschaffen werden.

 

Mehr Klarheit zeigt sich auch beim Thema Kreisgebietsreform. Nachdem der Innenminister mit seinem zweiten Vorschlag zur Kreisneugliederung nun alles bisher gesagte wieder über den Haufen geworfen hat und damit nicht nur bei den Kommunalpolitikern sondern auch bei vielen Bürgern für totale Verunsicherung gesorgt hat, haben nun die Landtagsabgeordneten der Regierungskoalition (auch ich) für ein klares „Nein“ zu diesem neuen Vorschlag gesorgt. Wir bleiben bei dem ursprünglichen Vorschlag bestehend aus den Kreisen SM, HBN, SON und der Stadt Suhl.

Natürlich bringt auch diese Variante ein paar Probleme mit sich, doch sie bietet insbesondere für ein starkes südthüringer Zentrum bestehend aus Suhl, Zella-Mehlis, Oberhof und Benshausen und damit für ganz Südthüringen mehr Chancen.

 

Und wir brauchen Chancen. Die Welt wird kleiner und enger, auch wenn es manchem Kommunalpolitiker schwer fällt das zu akzeptieren und den Blick über den Tellerrand zu wagen. Im Wettbewerb der Regionen hat man im Klein-Klein und Weiter-so keine Chance!

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13. Dezember 201620:33

Baby-Boom Benshausen

Manche Termine im Jahr sind richtig angenehm. Genau so war es dann auch, als ich gestern alle Neugeborenen in der Gemeinde Benshausen zusammen mit den Eltern in das Dorfgemeinschaftshaus zum Kaffee eingeladen hatte. Zugegeben, der Kaffee kam bei den Kleinen nicht so gut an, dafür waren die Urkunden begehrtes Objekt der meisten "Mini-Sandhasen-Hände". Die Eltern freuten sich dann mehr über die 100 Euro Begrüßungsgeld sowie einen Latz mit der Aufschrift "Ich bin ein Benshäuser".

Trotz der klammen Gemeindekasse wollte ich es mir nicht nehmen lassen, allen Eltern mit dieser kleinen Geste zum Nachwuchs zu gratulieren und die 21 Mädchen und Jungen in unserer schönen Gemeinde begrüßen zu dürfen.

 

Diese Art Willkommen führe ich als Bürgermeister in jedem Jahr durch. Da war es mir eine besondere Freude, unter den Eltern auch viele Wiederholungstäter zu sehen. Hoffen wir, dass es künftig noch mehr von ihnen gibt und der Baby Boom in Benshausen nach den Jahren 2015 und 2016 auch künftig anhält.

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7. September 201615:24

Endspurt – Freibad noch geöffnet

Das Freibad in Benshausen hat noch bis zum 16. September geöffnet. Es geht also in die heiße Phase, und das nicht nur im übertragenen Sinn, denn in den kommenden Tagen dreht die Sonne voraussichtlich nochmal anständig auf. Und da wir das Wasser in Benshausen über eine entsprechende Anlage auf dem Dach mit Sonnenenergie heizen, steigt die Wassertemperatur im großen Becken nochmal auf 23 bis 24 Grad. Man kann also nicht nur mit einem guten Gefühl ins Wasser springen sondern auch mit einem ökologisch reinen Gewissen.

 

Übrigens: So leer wie auf dem Bild ist das Becken eher selten – zumindest wenn bei so schönem Wetter geöffnet ist. Schönes Wetter, schönes Bad - auf in den Endspurt für die Badesaison 2016!

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