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10. März 201608:52

Eine Idee? Paßberger Landgemeinde.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Benshausen war gut gefüllt, als die Projektgruppe der FH-Erfurt ihre Studie für eine „Integrierte Kommunale Strategie“ vorstellte. Dazu durfte ich neben vielen Benshäuser Bürgern und Gemeinderäten auch die Bürgermeister aus Suhl, Zella-Mehlis und Schwarza sowie einige der jeweiligen Ratsmitglieder begrüßen.

Das Hauptziel der Untersuchung war es, Möglichkeiten der Zusammenarbeit und mögliche Entwicklungspotentiale für Benshausen aber auch unsere Nachbarorte zu identifizieren.

Dass dabei die anstehende Gebietsreform eine Rolle spielte, zeigte die Schlussfolgerung der Projektgruppe mit der Vorstellung des Modells „Paßberger Landgemeinde“ - sozusagen als Konsequenz der Überlegungen.

Eine solche Landgemeinde bestehend aus Benshausen, Schwarza, Viernau und Bermbach sowie evtl. noch Kühndorf war auch bereits bei der letzten Einwohnerversammlung im Dezember 2015 der Favorit der damals anwesenden Bürger. Das war auch den Studenten bekannt, weshalb sie dieser Variante im Gegensatz zu einer Eingemeindung zu Zella-Mehlis oder Suhl den Vorrang gaben.

Aus nachvollziehbaren Gründen verließen daher am Ende die Gäste aus den beiden Städten wenig zufrieden das Benshäuser Dorfgemeinschaftshaus. Der Rest diskutierte jedoch noch lange die Vor- und Nachteile einer solchen Landgemeinde. Denn wie bei jeder Variante gibt es immer zwei Seiten der Medaille. Auch bei einer Paßberger Landgemeinde.

5. März 201617:27

Thüringen zeigt sich

Nun war es wieder soweit, die Messe Erfurt öffnete ihre Pforten zur diesjährigen Thüringen-Messe. Aussteller aus dem ganzen Freistaat aber auch bundesweit tätige Firmen und Verbände präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen.

Der Thüringer Landtag war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Und gemeinsam mit den Kollegen der Landtagsverwaltung standen auch Abgeordnete den Messebesuchern Rede und Antwort. Ich war ebenfalls mit von der Partie und über die vielen positiven Reaktionen aus allen Bevölkerungsschichten erfreut. Ja, sogar etwas überrascht, denn meist kommen zu solchen Gelegenheiten nur die Leute an den Stand, die Sorgen oder Probleme haben, um ihrem Ärger Luft zu machen. Das gab es natürlich auch, aber diesmal waren die positiven Wortmeldungen klar in der Überzahl.

Grundsätzlich mag ich Messen. Nicht nur als Besucher sondern auch als Aussteller, was ich beides bereits vor meiner Zeit als Politiker erleben konnte. Es ist allerdings bedauerlich, dass sich Erfurt als Messestandort besonders wegen fehlender Hotelkapazitäten noch nicht so ganz durchsetzen konnte. Auch schade, dass in der Vergangenheit so viele Regionalmessen in ganz Thüringen nach nur wenigen Auflagen ihren Betrieb eingestellt haben.

Ich finde: Thüringen sollte sich ruhig zeigen – denn Thüringen kann sich sehen lassen!

24. Februar 201612:57

In der Not isst der Thüringer auch Currywurst

Die Woche begann mit einer grundlegenden Entscheidung in Berlin: Bratwurst, Fischbrötchen oder Currywurst?

 

Kurz zuvor durfte ich bei einer Abstimmung der Aktivitäten linker Fraktionen im Bundestag und den Landtagen teilnehmen. Neben den anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt waren die Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus sowie die Gebietsreformen u.a. in Thüringen Thema. Mein besonderes Interesse galt dem Ansatz Mecklenburg-Vorpommerns, die mit der Definition eines "ländlichen Gestaltungsraums" den Gegebenheiten auf dem Land besonders gerecht werden wollen. Das ist vielleicht auch ein Gedanke für Thüringen.

 

Zum Schluss trieb mich der Hunger dann an eine Imbissbude. Dort bestätigten sich zwei Grundsätze. Erstens: Iss ein Fischbrötchen nur in Sichtweite des Meeres! Zweitens: Iss eine Bratwurst nur in Sichtweite des Rennsteigs! Zwischen Reichstag und Brandenburger Tor waren weder Meer noch Rennsteig zu sehen und so blieb leider nur Currywurst...

19. Februar 201613:05

Veränderung? Sicher! Nur nicht bei mir.

Auf der Tagesordnung der letzten Kreistagssitzung war ein Punkt zur geplanten Gebietsreform in Thüringen zu finden. Wen wundert es, schrauben sich doch seit Monaten die Widerstände in die Höhe. Ich möchte anmerken, die Widerstände von Bürgermeistern, Landräten und Vorsitzenden von Verwaltungsgemeinschaften. Immerhin könnten die Posten und Pöstchen genau dieses Personenkreises wegfallen. Die meisten Inhaber dieser Posten haben ein CDU-Parteibuch. Und so wundert es auch nicht, wenn gerade die CDU auf Landes- und eben auch auf Kreisebene entsprechende Anträge gegen das Vorhaben formuliert..

Nun ist jedoch auch den CDU-Mitstreitern klar, dass man eine solche Gebietsreform eigentlich nicht verhindern darf, da es in Zukunft ganz einfach nicht mehr so wie bisher gehen wird. Und so steht zwar die Notwendigkeit außer Frage, kommen aber persönliche Interessen zu Vorschein. Diesen Spagat versuchte ein Antrag der CDU im Kreistag, welcher einstimmig (ja, auch mit den Stimmen der LINKEN) beschlossen wurde.

Dieser Antrag ist ein Meinungsbild des Kreistages, die Äußerung eines Wunsches - nicht mehr und nicht weniger. Und natürlich wünsche auch ich mir den Erhalt des Landkreises wie er ist. Wünschen ist ja schließlich nicht verboten, oder?

11. Februar 201620:24

Zum Parlamentariertag in Magdeburg

Bereits zum 4. Mal fand der Tag linker Parlamentarier statt. Diesmal trafen sich die Mitglieder der Landtage und des Bundestages in der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt. Hier wird im kommenden Monat ein neuer Landtag gewählt. Danach möchte man mit Thüringen gleichziehen und einen linken Ministerpräsidenten stellen. Und so war es nur logisch, dass der Auftakt dieser zweitägigen Konferenz eine Talkrunde zwischen dem Ministerpräsidenten Ramelow und dem vielleicht künftigen Ministerpräsidenten Gallert war.

Im Anschluss fanden verschiedene Workshops und Besichtigungen statt. So nutzte ich die Möglichkeit, beim Thema Entwicklung und Erschließung des ländlichen Raums einmal über den "Thüringer Tellerrand" (oder hinter die Bratwurstgrenze oder wie auch immer man es nennen will) zu schauen. Dabei haben mir besonders die Herangehensweisen von Sachsen und Bremen gefallen, die zwar natürlich von der Art her vollkommen entgegengesetzt sind, grundsätzlich aber nicht nur den ÖPNV sehen sondern Mobilität von Menschen und Gütern als Ganzes und in Verbindung betrachten.

Viele Ideen und noch mehr Motivation für mich!