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14. April 201612:33

Im Freibad Benshausen läuft's ...

... das Wasser. Bei meiner heutigen Tour durch die Gemeinde war ich über diese Feststellung sehr erfreut. In diesen Tagen wird das Hauptbecken mit herrlich klarem Wasser aus dem eigenen Brunnen befüllt. Das dauert zwar etwas, bewirkt aber bereits beim Befüllen eine Erwärmung des Wassers. Mit derzeit etwa 10°C ist es zum Baden allerdings noch etwas frisch. Sofern alles nach Plan läuft, kann unser Freibad in diesem Jahr bereits Pfingsten eröffnen. Natürlich nur, wenn das Wetter mitspielt. An den Mitarbeitern soll es jedenfalls nicht liegen, die arbeiten zielstrebig darauf hin.

 

Wo ich bei Mitarbeitern bin: Ein Blick auf unsere Deponie überraschte mich dann ebenfalls sehr. Eine solche Ordnung und Sauberkeit war da schon lange nicht mehr. Und das bei diesem Ansturm, der zur ersten Grünschnittannahme letztes Wochenende herrschte. Lob also auch an die Mitarbeiter vom Bauhof.

 

Es ist schön zu sehen, dass es in der Gemeinde läuft - nicht nur das Wasser!

23. März 201607:32

Klassische Raumplanung vs. Vision

Es war mal wieder an der Zeit, für ein paar Stunden die Schulbank zu drücken. Genauer gesagt handelte es sich dabei um ein Seminar an der Fachhochschule Erfurt und eine Fachtagung an der Hochschule Nordhausen. Thematisch lagen die beiden Veranstaltungen nicht übermäßig weit auseinander. Ging es in Erfurt noch um konkrete Bauleitplanung und Stadtentwicklung in Kommunen, beschäftigte ich mich in Nordhausen mit länderübergreifender Raumplanung.

Einer der Vortragenden war Prof. Aring von der Universität Kassel, der als Vater der Idee einer Regiopolregion (sozusagen der kleinere Bruder einer Metropolregion) gilt. Um eine solche Idee, nämlich die Bildung einer Regiopolregion Harz, drehte sich dann auch die Tagung an der Hochschule Nordhausen. Unter den knapp einhundert Teilnehmern waren in erster Linie Bürgermeister und Wissenschaftler, sowie ein paar Studenten und ich selbst - als einziger Landtagsabgeordneter.

Neben den vielen neuen Erkenntnissen nehme ich u.a. die Aussage von Prof. Aring mit, dass in Thüringen ganz besonders die Region Erfurt das Potential für eine solche Regiopolregion hat. Ich persönlich denke zudem an die Region um Suhl als ein weiteres Potential. Beides habe ich bereits in einer „Kleinen Anfrage“ an die Landesregierung thematisiert und warte auf die Antwort.

Bei beiden Veranstaltungen war es jedoch ein gutes Gefühl, mal wieder entspannt und ohne viel Stress in einer Hochschule zu sitzen.

10. März 201608:52

Eine Idee? Paßberger Landgemeinde.

Das Dorfgemeinschaftshaus in Benshausen war gut gefüllt, als die Projektgruppe der FH-Erfurt ihre Studie für eine „Integrierte Kommunale Strategie“ vorstellte. Dazu durfte ich neben vielen Benshäuser Bürgern und Gemeinderäten auch die Bürgermeister aus Suhl, Zella-Mehlis und Schwarza sowie einige der jeweiligen Ratsmitglieder begrüßen.

Das Hauptziel der Untersuchung war es, Möglichkeiten der Zusammenarbeit und mögliche Entwicklungspotentiale für Benshausen aber auch unsere Nachbarorte zu identifizieren.

Dass dabei die anstehende Gebietsreform eine Rolle spielte, zeigte die Schlussfolgerung der Projektgruppe mit der Vorstellung des Modells „Paßberger Landgemeinde“ - sozusagen als Konsequenz der Überlegungen.

Eine solche Landgemeinde bestehend aus Benshausen, Schwarza, Viernau und Bermbach sowie evtl. noch Kühndorf war auch bereits bei der letzten Einwohnerversammlung im Dezember 2015 der Favorit der damals anwesenden Bürger. Das war auch den Studenten bekannt, weshalb sie dieser Variante im Gegensatz zu einer Eingemeindung zu Zella-Mehlis oder Suhl den Vorrang gaben.

Aus nachvollziehbaren Gründen verließen daher am Ende die Gäste aus den beiden Städten wenig zufrieden das Benshäuser Dorfgemeinschaftshaus. Der Rest diskutierte jedoch noch lange die Vor- und Nachteile einer solchen Landgemeinde. Denn wie bei jeder Variante gibt es immer zwei Seiten der Medaille. Auch bei einer Paßberger Landgemeinde.

5. März 201617:27

Thüringen zeigt sich

Nun war es wieder soweit, die Messe Erfurt öffnete ihre Pforten zur diesjährigen Thüringen-Messe. Aussteller aus dem ganzen Freistaat aber auch bundesweit tätige Firmen und Verbände präsentierten ihre Produkte und Dienstleistungen.

Der Thüringer Landtag war ebenfalls mit einem Stand vertreten. Und gemeinsam mit den Kollegen der Landtagsverwaltung standen auch Abgeordnete den Messebesuchern Rede und Antwort. Ich war ebenfalls mit von der Partie und über die vielen positiven Reaktionen aus allen Bevölkerungsschichten erfreut. Ja, sogar etwas überrascht, denn meist kommen zu solchen Gelegenheiten nur die Leute an den Stand, die Sorgen oder Probleme haben, um ihrem Ärger Luft zu machen. Das gab es natürlich auch, aber diesmal waren die positiven Wortmeldungen klar in der Überzahl.

Grundsätzlich mag ich Messen. Nicht nur als Besucher sondern auch als Aussteller, was ich beides bereits vor meiner Zeit als Politiker erleben konnte. Es ist allerdings bedauerlich, dass sich Erfurt als Messestandort besonders wegen fehlender Hotelkapazitäten noch nicht so ganz durchsetzen konnte. Auch schade, dass in der Vergangenheit so viele Regionalmessen in ganz Thüringen nach nur wenigen Auflagen ihren Betrieb eingestellt haben.

Ich finde: Thüringen sollte sich ruhig zeigen – denn Thüringen kann sich sehen lassen!

24. Februar 201612:57

In der Not isst der Thüringer auch Currywurst

Die Woche begann mit einer grundlegenden Entscheidung in Berlin: Bratwurst, Fischbrötchen oder Currywurst?

 

Kurz zuvor durfte ich bei einer Abstimmung der Aktivitäten linker Fraktionen im Bundestag und den Landtagen teilnehmen. Neben den anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt waren die Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus sowie die Gebietsreformen u.a. in Thüringen Thema. Mein besonderes Interesse galt dem Ansatz Mecklenburg-Vorpommerns, die mit der Definition eines "ländlichen Gestaltungsraums" den Gegebenheiten auf dem Land besonders gerecht werden wollen. Das ist vielleicht auch ein Gedanke für Thüringen.

 

Zum Schluss trieb mich der Hunger dann an eine Imbissbude. Dort bestätigten sich zwei Grundsätze. Erstens: Iss ein Fischbrötchen nur in Sichtweite des Meeres! Zweitens: Iss eine Bratwurst nur in Sichtweite des Rennsteigs! Zwischen Reichstag und Brandenburger Tor waren weder Meer noch Rennsteig zu sehen und so blieb leider nur Currywurst...