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31. August 201713:33

Mark Zuckerberg für Bedingungsloses Grundeinkommen - ich auch

Kürzlich kehrte Mark Zuckerberg an die Universität Harvard zurück, erhielt die Ehrendoktorwürde und appellierte in seiner Abschlussrede, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen: "Frühere Generationen kämpften für das Wahlrecht und Bürgerrechte. Sie hatten den New Deal und die Great Society. Jetzt ist es an uns, einen neuen Gesellschaftsvertrag für unsere Generation festzulege. [...] Wir sollten Ideen wie das bedingungslose Grundeinkommen erforschen, weil es jedem einen Polster gibt, um neue Dinge auszuprobieren. [...] Und ja, jedem die Freiheit zu geben, seine Ziele zu verfolgen, ist nicht gratis. Menschen wie ich sollten dafür bezahlen. Vielen von euch wird es gut gehen und ihr solltet das auch tun."

 

Eine ähnliche Einstellung hat auch der deutsche Unternehmer und Gründer der dm-Drogeriekette Götz W. Werner. Mit der Webseite www.unternimm-die-zukunft.de hat er sogar eine Homepage zum Thema geschaltet, wobei diese wohl eher dazu dienen soll, seine zahlreichen Bücher zu verkaufen.

 

Obwohl die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens schon ein paar Tage alt ist, wird die Umsetzung nur zögerlich angegangen. Testweise starteten einige Städte, Regionen und Initiativen eine solche Zahlung. So vergibt die Initiative “Mein Grundeinkommen“ (www.mein-grundeinkommen.de) eine Art Test-Grundeinkommen welches von Spendern finanziert wird. In Finnland erhalten rund 2000 Menschen seit Jahresbeginn ein Grundeinkommen und auch in Deutschland werden die Rufe nach einem BGE lauter. Sind die Debatten aus den Reihen der Linken und Grünen bereits länger bekannt, fordert nun nach Berichten des Münchner Merkur die Flensburger SPD die Einführung des Grundeinkommens ihrer der Stadt.

 

Auch in Thüringen gab es mit dem solidarischen Bürgergeld von Alt-Ministerpräsident Althaus ein ähnliches Vorhaben.

In der Rot-Rot-Grünen Landesregierung war ein BGE bisher kein Thema. Aber ich bin sehr dafür, auch in Thüringen den Einstieg in die Einführung eines Grundeinkommens zu diskutieren. Auch wenn man die verschiedenen Modell diskutieren und manche Idee zur Finanzierung des BGE kritisch gesehen werden muss, so ist doch die Diskussion darüber ein weiterer Fortschritt. Das Thema ist nicht nur spannend sondern auch gesellschaftlich angesagt.

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